Gartenfräse mieten – wo Sie eine Motorhacke ausleihen können und wann es sich lohnt

„Eine Gartenfräse mieten? Nein danke, ich kaufe lieber etwas Eigenes“ – natürlich arbeiten die meisten von uns am liebsten mit dem eigenen Werkzeug. Da weiss man, woran man ist, dass es ordentlich behandelt wurde und man ist niemandem Rechenschaft schuldig. Insbesondere bei größerem Gerät kann es jedoch sinnvoll sein, dieses lediglich für die benötigte Zeit auszuleihen. Baumärkte wie Obi, Toom, Bauhaus, Hagebau oder Hornbach bieten diesen Service an und leihen Ihnen auf Anfrage gerne eine Gartenfräse. Doch für wen rechnet sich das Ausleihen mehr als der Kauf und wie kompliziert ist es, an ein Leihgerät zu kommen? Lesen Sie weiter!

Gartenfräse mieten

Gartenfräse mieten oder kaufen?

Zunächst sollten Sie den Verwendungszweck genauer beleuchten und sich folgende Fragen stellen:

  • Was möchte ich mit der Fräse machen? Nutzflächen bearbeiten, Unkraut jäten, Rasenflächen lüften … ?
  • Wie groß ist die zu bearbeitende Fläche? Handelt es sich um einen Garten mit 30 oder einen kleinen Acker mit 500 Quadratmetern?
  • Welche Arbeitsbreite ist nötig um die Fläche in zumutbarer Zeit zu bearbeiten?
  • Wie ist die Bodenbeschaffenheit? Stark verdichtet und überwuchert oder eher locker sowie unbewachsen?

Spielen wir mal einen Fall durch:

Thomas hat einen kleinen Garten mit 30 Quadratmetern Nutzfläche, auf der er im Frühling Kartoffeln setzt. Der Boden ist also weniger stark verdichtet, muss jedoch mindestens einmal im Jahr mit der Fräse bearbeitet werden. Eine günstige Motorhacke bekommt er bei Obi für ca. 40 € Miete pro 4 Stunden, kaufen kann er eine geeignete Gartenfräse ab 90 € wenn es eine Elektrohacke sein soll und ab 200 € wenn eine leistungsfähigere Benzinfräse bevorzugt wird.

Folglich amortisieren sich die Kosten beim Kauf des Elektro-Modells nach bereits ca. 8 stündiger Mietzeit. Für die stärkere Benzin-Gartenfräse legt er zwar noch etwas drauf, dafür ist diese wesentlich kräftiger und vielseitiger einsetzbar. Natürlich darf man nicht vergessen, dass die gekaufte Hacke das ganze Jahr zur Verfügung steht – z. B. für das Jäten von Unkraut oder zum Lüften von Rasenflächen – und selbst an andere ausgeliehen werden kann.

Hier lautet unsere Empfehlung ganz klar: Thomas sollte keine Gartenhacke mieten.

Wie sieht es aus, wenn die zu bearbeitende Fläche größer ist? Bei größeren Flächen stehen dem Kaufpreis von 400 bis 600 € in etwa Mietkosten von 62 € pro 4 Stunden gegenüber. Beachtet man, dass große Flächen auch mehr Arbeitszeit beanspruchen und gegebenenfalls mehrmals pro Jahr gepflegt werden wollen, so empfehlen wir auch hier den Kauf. Wer eine Gartenfräse mietet, der verzichtet auf einen großen Teil der Arbeitserleichterung, die einem die eigene Motorhacke ermöglicht.

Wer sollte eine Bodenfräse leihen?

Es lohnt sich dann eine Gartenfräse zu mieten, wenn Sie sich sicher sind, dass der Gebrauch einmaliger Natur sein wird. Wenn Sie ihren Garten anlegen und zur Kultivierung der Beete sowie der zukünftigen Rasenfläche ein leistungsfähige Motorhacke benötigen, dann können Sie diese bedenkenlos beim nächsten Obi oder Toom ausleihen.

Doch selbst in diesem Fall sollten Sie bedenken, dass eine Gartenfräse eine Investition ist, die sich in vielerlei Hinsicht als wahrer Segen erweist: z. B. bei der Pflege der zukünftigen Beete (Unkraut Jäten, Neubepflanzung) oder wenn Rasenflächen entmoost werden müssen. Auch das Schneiden der Rasenkanten sowie die Fugenreinigung sind praktische Funktionen – ganz zu schweigen von der Möglichkeit, die Fräse als Ersatz für die Schneeschüppe nutzen zu können.

Nachteil beim Mieten: Die Verfügbarkeit

Nicht vergessen sollte man bei seinem Mietvorhaben, dass eine Gartenfräse ein recht spezielles Gerät ist, das bei weitem nicht immer und in jedem Baumarkt verfügbar ist. Der nächstgelegene Obi in meinem Fall verlangt mir eine Fahrstrecke von 120 Kilometern ab – bei zweimal hin und zurück liege ich damit bei 480 Kilometern und 40 bis 50 Euro Benzinkosten. Das erscheint nicht nur wenig ökonomisch, es ist auch noch ziemlich lästig und zeitaufwändig.

Der Mieter haftet und zahlt dafür drauf!

Ein weiterer Faktor beim Mieten einer Motorhacke ist die Haftung – die übernehmen natürlich Sie. Zudem ist in vielen Fällen eine Haftungsfreizeichnungsgebühr zu entrichten, die gut und gerne 10% der Mietkosten beträgt. Diesen Faktor gilt es mit einzukalkulieren und es bleibt Ihnen überlassen, inwieweit dies für Sie bei der Entscheidung zwischen dem Mieten oder Kaufen eine Rolle spielt. Ich persönlich habe dabei kein gutes Gefühl.

Wo kann man eine Gartenhacke ausleihen?

Wer eine Gartenfräse mieten möchte, wendet sich entweder an den lokalen Werkzeugverleih, oder reserviert sich ein Gerät bei einem der großen Baumärkte wie Obi, Toom, Bauhaus, Hagebau oder Hornbach.

Anleitung: Motorhacke mieten bei Obi – wie kann ich mir ein Gerät reservieren?

Zunächst besuchen Sie die entsprechende Unterseite auf dem Obi-Internetportal (hier: Zur Obi-Website). Als nächstes wählen Sie das gewünschte Gerät aus und klicken auf „Verfügbarkeit in anderen Märkten prüfen“. In der nun auftauchenden Maske tragen Sie oben rechts ihre Postleitzahl ein, worauf Ihnen automatisch eine Liste mit den nächstgelegenen Märkten angezeigt wird, bei denen Sie die Gartenfräse mieten können.

Fazit: Mieten, ja oder nein?

Die Frage lässt sich pauschal nicht beantworten. Sie sollten in jedem Fall genau überlegen, wozu Sie die Gartenhacke benötigen und dabei auch bedenken, dass dieses Werkzeug auch neben seinem ursprünglichen Verwendungszweck praktische Dienste verrichten kann. So ist ein vielseitiges Gerät wie die Mantis Gartenfräse z. B. eine wahre Komplettlösung für jedwede Arbeit rund um Haus und Hof. Dann schauen Sie sich auf dieser Seite um und suchen sich ein geeignetes Gerät. Den Preis dieser Bodenhacke stellen Sie dann den Kosten eines Mietgerätes gegenüber.

Es gibt noch eine weitere Option: Gartenfräse gebraucht kaufen – dabei können Sie hier und da vielleicht ein paar Euro sparen. Achten Sie hier jedoch besonders auf die Verkaufsmodalitäten: Wie ist der Vorbesitzer mit dem Gerät umgegangen? Ist die Fräse noch voll funktionstüchtig? Gibt es noch Ersatzteile?

Betrachten Sie den Sachverhalt ganzheitlich, so ist in den meisten Fällen der Kauf am sinnvollsten. Sollten Sie dennoch eine Gartenfräse leihen, so achten Sie genau auf die Konditionen und versteckte Kosten.

Kaufen anstatt zu mieten – lassen Sie sich beraten: